25.02.2022

Briefe



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ID: 14354
Geschrieben am: Mittwoch 27.11.1895
 

Frankfurt a/M d. 27 Nov. 1895.
Lieber Freund,
darf ich heute mit einer Bitte an Sie und Ihre liebe Frau kommen? sie betrifft Ueberbringer Dieses Herrn Hermann, Schauspieler von hier, der in Basel gastirt, und mich bat ihm eine Empfehlung an Sie zu geben. Er ist ein |2| hier hochgeachteter Künstler, ernst, nur nach dem Höchsten in der Kunst strebend, und, von selbst verständlich, ein hochgebildeter Mann. Er und seine Frau sind uns liebe Freunde, und es wäre mir eine herzliche Freude, nähmen Sie Beide ihn freundlich auf.
Bei uns geht es leider nicht gut, die arme Marie |3| liegt schon seit fast 4 Wochen an Ischias fest zu Bett, ich bin auch gar nicht wohl, und so sieht es traurig bei uns aus! Nun, es wird doch auch ’mal wieder anders werden! –
Sie sind wieder in voller Thätigkeit, also gesund und frisch! – Möge der Winter für Sie Beide ein guter bleiben, das wünscht von ganzem Herzen
Ihre
alte
Clara Schumann.
Marie, an deren Bett ich schreibe grüßt herzlich.
[Umschlag]
Herrn
Dr Alfred Volkland.
Basel.
57 Seevogelstr.


  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Volkland, Alfred (1639)
  Empfangsort: Basel
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 10
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Theodor Kirchner, Alfred Volkland und anderen Korrespondenten in der Schweiz / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Dohr / Erschienen: 2022
ISBN: 978-3-86846-021-6
620f.

  Standort/Quelle:*) D-F, s: Autogr. K. Schumann, Nr. 213
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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