25.02.2022

Briefe



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ID: 7791
Geschrieben am: Donnerstag 01.07.1880
 

Frkf. d. 1 July 80
Liebe Freundin
Gott sey Dank, daß das nur ein Schreckschuß war! aber, vorsichtig werden muß Ihr Mann, wir bleiben eben nicht immer jung!
So wäre denn Alles gut, wenn wir nur 3 Wochen weiter wären in der Zeit und |2| der Entfernung. Wir sind mit Allem einverstanden, auch daß wir mit dem Wagen nach Innsbruck warten – ich finde das besser, man kann sich doch auch nicht gar zu sehr, solang vorausbinden. Wir denken am 7ten abzureisen und 5–6 Tage in |3| München zu bleiben, dann wollen wir ’mal Tegernsee uns ansehen. Briefe treffen uns:
München Postlagernd.
Wollen Sie Inliegendes gütigst besorgen lassen? es ist eine Gratulation. Merkwürdig, haben Sie das je gehört daß man seinen Dr Freunden |4| und Bekannten selbst annoncirt? ich nie! aber das unter uns.
Ich wage nicht mich auf die nächste Zeit zu freuen und möchte es doch so gern! wir denken auch sogar an Venedig!!!
Getreu
Ihre
Cl. Sch.
Dem lieben Manne das Herzlichste.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Volkland, Henriette (1640)
  Empfangsort: Basel
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 10
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Theodor Kirchner, Alfred Volkland und anderen Korrespondenten in der Schweiz / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Dohr / Erschienen: 2022
ISBN: 978-3-86846-021-6
338f.

  Standort/Quelle:*) D-F, s: Autogr. K. Schumann, Nr. 84
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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