15.07.2019

Briefe



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ID: 18659 Brieftext


Geschrieben am: 12.03.1896
 

Liebe theure Frau Schumann!

Wie lieb von Ihnen, dass Sie uns bei sich aufnehmen wollen; das ist wirklich eine Lockung, der wir nicht widerstehen können!
Ich hatte ein par Tage mit der Antwort gezögert, um vielleicht schon jetzt feststehende Daten geben zu können, bin aber noch ohne genauere Nachricht aus Strassburg. Ich weiss nur so viel, dass am 22. März dort der I. Theil eines neuen Kirchenoratoriums von mir in der Kirche gesungen wird, und dass ich an einem der darauffolgenden Tage den inzwischen vollendeten II. Theil mit meinen Freunden durchgehen muss. 27ten früh, allerspätestens, müssen wir wieder in Berlin sein. Ich hoffe nur, die Hochwässer haben sich inzwischen verlaufen; bei uns ist’s zwar hässlich und rauh, es fällt aber kaum ein Regentropfen, so dass wir von den Nachrichten aus Süddeutschland sehr überrascht wurden. Wie gut, dass Sie so weit weg vom Main wohnen; aber Sommerhof’s?
Auf baldiges und hoffentlich gutes Wiedersehen!
Ihr getreuer
Herzogenberg

Helene grüsst bestens.
Berlin 12. März 96

  Absender: Herzogenberg, Heinrich Freiherr von (692)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.15, S. 825f.
 



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