15.07.2019

Briefe



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ID: 21049 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 22.03.1896
 

Frankfurt d 22 März 96.

Lieber Herzogenberg

ich bin höchst betrübt Ihnen mittheilen zu müssen, daß ich noch so unwohl bin, daß ich Sie und die liebe Fräulein Helene nicht als Gäste bei mir empfangen kann. Ich weiß keine Stunde, wie ich mich in der nächsten befinde, zuweilen, besonders aber Abends ist mir oft so zu Muthe, daß ich kaum sprechen kann. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie traurig ich darüber bin. Aber nicht wahr, ’mal auf eine halbe Stunde im Laufe des Tages besuchen Sie mich, bitte. Schreiben Sie mir nur vorher ein Wort, damit ich Ihnen eine Stunde bestimmen kann. Etwa in der Zeit von 5–6 1/2 Uhr, oder auch zu andrer Zeit, wenn es Ihnen besser paßt.
Sie wohnen doch wohl bei Spitta?
Möge Ihnen heute Alles recht nach Wunsch gehen, ich bin in Gedanken bei Ihnen.
Mit den herzlichsten Grüßen in der sicheren Hoffnung Sie wenigstens etwas zu sehen
Ihre
recht betrübte
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Herzogenberg, Heinrich (2428)
  Empfangsort:
  SBE: II.15, S. 827
 



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