15.07.2019

Briefe



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ID: 11972 Brieftext


Geschrieben am: 14.09.1885
 

Frankf. d. 14 Septbr. 85.
Innigen Dank Ihnen liebe Marie, u. dem lieben Manne, für Ihre lieben Worte zum gestrigen Tage und die labenden, reizenden Gaben! das Döschen werde ich immer benutzen, es ist entzückend, u. Sie wußten wohl, daß mir meines, was ich bisher hatte, gestohlen wurde, was mich sehr schmerzte? den ganzen Winter hatte ich es immer vermißt! –
Und wie herrlich war der Korb mit den Rosen – tausend Dank für Alles!
Wären Sie doch hier gewesen, wie hätte mich das gefreut! leider ist ja die Veranlassung Ihres Nichtkommens eine recht traurige – bitte sprechen Sie Ihrer Frau Schwiegermutter meine wärmste Theilname aus.
Ich brauche Ihnen nicht zu erzählen, wie ich von Liebe umgeben den gestrigen Tag feierte, daß Eug. fehlte war mir freilich sehr leid, aber ich selbst habe ihr Fortbleiben (noch länger) gewünscht. Sie hat sich sehr erholt, u. müssen wir hoffen auf dauernde Nachwirkung.
Herzlich Sie und Ihren lieben Mann grüßend
Ihre
getreu ergb
Clara Schumann.

Hier grüßt Alles schönstens.
NB: Sie haben doch meine Zeilen v. Obersalzberg bekommen?

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Oriola, Marie von, geb. Christ, verh. Berna (2699)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.12, S. 575
 



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