15.07.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 12009 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 17.01.1886
 

Freankfurt d 17. Jan 86
Geehrter Herr Spengel!
Gerade vor 14 Tagen, an dem Tage wo ich Ihren freundlichen Brief mit Sendung erhielt, wurde ich krank u habe bis heutigen Tag hart u fest gelegen. [...] Ich möchte mir ein Urtheil nicht erlauben, ehe ich nicht einige der Lieder gehört, und bitte Sie daher mir die Stimmen einmal zukommen zu lassen, Herr Stockhausen will sie mir dann vorsingen lassen. Nicht verhehlen kann ich Ihnen, daß ich, im Princip, eigentlich nicht für solche Arangements [sic] bin, besonders bei einem Komponisten der<?> soviele Original-Chorlieder geschrieben. Ihre Absicht diese Lieder dem Publikum dadurch näher zu bringen, ist ja gewiß eine shr wohlgemeinte, jedoch diese Lieder, die Sie gewählt, sind in Deutschland sehr bekennt, und ich muß gestehen, ich find sie so eigenartig, Jedes in seiner Art, daß ich sie mir von einem einstudirten Chor kaum denken kann. Nun aber wie gesagt, ich ersuche Sie doch um die Stimmen u werde Ihnen, sobald ich sie gehört, darüber schreiben. [...]


RSA VI/6,2, S. 236 [gek.]

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Spengel, Julius [Musikdirektor] (2979)
  Empfangsort:
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.