25.02.2022

Briefe



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ID: 12910
Geschrieben am: Freitag 22.04.1892
 

Sommerhoff d. 22t April 92.

Lieber Herr Scholz

Ihren und Henni’s Besuch neulich verfehlt zu haben, war mir sehr leid, wir waren denselben Tag hier heraus gezogen.
In Beantwortung Ihres freundlichen Schreibens habe ich nur zu erwiedern, daß Ihr Wunsch auch der meine ist. Ich hätte nie geglaubt, daß mein Ausscheiden aus der Schule irgend welches Zerwürfniß nach sich ziehen könnte, es war ja <>so natürlich. Sind dennoch Mißverständnisse entstanden, so war es nicht meine Schuld. Wären Sie doch in der Zeit unserer Verhandlungen einmal zu mir gekommen, man hätte sich über Manches ausgesprochen was besser gewesen wäre. – Doch, wie gesagt, ich fasse gern die mir gereichte Freundeshand in alter Gesinnung, in der ich bleibe
Ihre
ergb
Clara Schumann.
P. S. Wir sind von morgen an wieder in der Myliusstr.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort:
  Empfänger: Scholz, Bernhard [Familie] (2867)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
291f.

  Standort/Quelle:*) D-DÜhh, s: 68.6451/128
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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