15.07.2019

Briefe



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ID: 1298 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 11.06.1853
 

Geehrter Freund,
Hr. Schlönbach hat mir Ihren Brief überbracht. Leider konnte ich ihm nichts erzeigen, da er sich nur kurze Zeit aufhielt. Sein Name war mir durch seine dramatischen Arbeiten bekannt.
Dem journalistischen Terrain bin ich seit einiger Zeit etwas entfremdet. Der hiesige Lesezirkel hat sich aufgehört und so ist mir denn auch die Neue Zeitschrift wohl seit Jahresfrist nicht zu Gesicht gekommen. Dies bringt mich auf etwas, weshalb ich Ihnen zu schreiben mir oft vorgenommen hatte. Unserer Uebereinkunft zufolge waren mir 3 Freiexemplare bestimmt, die ich auch bis zum Schluß des Jahres 1850 erhalten habe. Von da an aber nicht mehr.
Ich wollte Sie nun bitten, den Hrn. Verleger dahin anzuweisen, daß er mir die Jahrgänge 1851 u. 1852 nachliefert, und mir den laufenden, wie die Folge in gewöhnlicher wöchentlicher Zusendung auf Buchhändlerweg durch Hrn. Bayrhoffer zukommen lasse.
Bin ich dann in den Stand gesetzt, die Zeitschrift wieder regelmäßig verfolgen zu können, so hoffe ich auch, daß sich Anknüpfungspuncte finden werden, gegenseitig Ansichten über Kunstgegenstände auszutauschen, wie es in früheren Zeiten der Fall war, und die unterbrochene Brücke durch neue Bogen, Vergangenes und Zukünftiges verbindend, ersetzt werde.
R. Schumann.

Düsseldorf den 11ten Juni 1853.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Brendel, Franz (261)
  Empfangsort:
  SBE: II.5, S. 316f.
 



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