19.12.2019

Briefe



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ID: 1300 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 22.01.1854
 

Geehrtester Herr,

Wir hoffen Ihnen bald näher zu kommen und einige musikalische Tage mit Ihnen zu verleben. Spätestens den 31sten denken wir in Frankfurt einzutreffen. Die Stimmen zu meiner 4ten Symphonie, die ich von Ihrem trefflichen Orchester zu hören mich sehr freue, habe ich von Düsseldorf an das Directorium des Museums zu schicken den Auftrag gegeben. Die Streichinstrumente sind dreifach, wohl nicht ganz ausreichend für Ihr Orchester, in welchem Fall ich Sie noch einige <zu> copiren zu laßen bitte. Wollten Sie nun, geehrter Herr, die Symphonie vor unsrer Ankunft mit dem Orchester einmal durchgehen, so würde ich Ihnen sehr dankbar dafür sein. Die Symphonie ist bis auf einige |2| Stellen nicht besonders(?)] schwer. Ich habe sie noch [gestern in einer vor(?)] züglichen Aufführung gehört. Noch wollte ich [Sie(?)] ersuchen, den Titel der Symphonie auf dem Programm mit dem Beisatz, wie er auf dem Titelblatt steht „Allegro, Romanze etc in einem Satz“ anzugeben. Den inliegenden Brief an Hrn. Wecker bitte ich gefälligst zu besorgen. Ich schloß ihn in den Ihrigen ein, weil der Name des Hrn. Briefausstellers nicht ganz deutlich geschrieben war. Als wir uns das letztemal sahen, da war ich sehr unwohl. Aber der alte gute Humor ist wieder zurückgekommen und ich hoffe, daß wir einige heitre Tage in Ihrem alten berühmten Frankfurt verleben werden.
Mit Empfehlungen meiner Gattin, wie mit den meinigen
Ihr ergebener
R. Schumann.

  Absender: Schumann, Robert (15143)
  Absendeort: Hannover
  Empfänger: Messer, Franz (2642)
  Empfangsort:
  SBE: II.16, S. 749f.
 



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