15.07.2019

Briefe



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ID: 1329 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 13.11.1838
 

Daß Du mir meine liebste Hoffnung so plötzlich in Trümmer schlägst, hatte ich nicht erwartet. Und das gerade jetzt, wo ich so sehr gerade dieses Trostes bedarf, mich bald mit Dir vereinigt zu denken. Geh, Du bist kalt; ich möchte Dich nicht kränken, aber was Du mir wieder zum Schluß Deines Briefes schreibst, ist "nicht stark herzig", ist einer ordentlichen Braut, ist Deiner gar nicht würdig. Dachte ich doch, mit Dir wenigstens ganz im Reinen zu sein, freute ich mich doch so, daß ich Dich hier [in Wien] zu Ostern übers Jahr in unsere Wohnungen einführen könnte - und nun legst Du die Stirn in Falten, sprichst wieder von "Sorgen der Zukunft" u. daß "Du mich das Capital nicht anreißen ließest", und hast mich so sehr entmuthigt und erschlafft in meinem Thun und Denken, daß ich gleich fort möchte wieder von hier

RSA, VII/3/3,2, S. 223-224 [gek.].
Zit. nach: Briefwechsel I, S. 294f

  Absender: Schumann, Robert (1455)
  Absendeort: Wien
  Empfänger: Wieck, Clara, verh. Schumann, Clara (3152)
  Empfangsort:
  SBE: I.5, S. 120ff.
 



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