19.12.2019

Briefe



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ID: 18976 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 08.07.1886
 

Schönefeld b. Leipzig d 8t Juli 86
Theure, verehrte Freundin!
Geht es auch meiner Frau leider immer noch nicht so gut, dass Sie Ihnen selbst ihre Convalescenz melden kann, so will ich Ihrer gütigen Theilnahme doch wenigstens mit der Nachricht entgegenkommen, dass eine neue Störung der Gesundheit Gottlob nicht stattgefunden und die Kräfte sich wenn auch nur in kleinen Stufen täglich heben, so dass sie sich des herrlichen Wetters gestern sogar im Freien auf eine Stunde erfreuen konnte. Ich will nicht wiederholen, wie sehr wir es bedauert haben durch die Störung der Krankheit auf eine so karge Diät im Genuß Ihres Besuches beschränkt worden u des Wiedersehens mit Ihrer lieben Marie verlustig gegangen zu sein; aber das soll nicht ungesagt bleiben, welch eine herzliche und unvergeßliche Erquickung auch das flüchtige Wiedersehen mit Ihnen, hochverehrte Freundin, gewesen ist Ihren treu u innig ergebenen Freunden
Lazarus

Ob sich Ihr Mantel gefunden, soll ich noch fragen.

  Absender: Lazarus, Moritz (916)
  Absendeort: Schönefeld bei Leipzig
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
296
 



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