19.12.2019

Briefe



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ID: 21012 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 14.10.1874
 

Düsseldorf 14. Oct.

Geehrter Herr Fellinger!

Eben stand ich im Begriff Ihnen mein Hiersein zu melden, da erhalte ich ein Telegram von Wiesbaden, welches mich Morgen, wo ich noch hier zu sein glaubte, dorthin ruft, und zwar zur Aufführung der „Genoveva“. So muß ich denn leider diesmal, auf die Freude, Sie zu sehen, verzichten, denn meine Rückkehr über hier ist nicht gewiß, und wenn ich über hier gehe, so ist es nur durchreisend, um die armen beiden Dulderinnen hier noch einmal zu sehen, ehe ich nach B. gehe. Daß Ihre arme Schwiegermutter so krank ist, war mir recht betrübt zu hören. Wie traurig |2| für Ihre liebe Frau, die, so entfernt, ja nichts für die Mutter thuen kann. Sie Beide mit den Kindern auf das herzlichste grüßend
Ihre getreu ergebene
Clara Schumann.

Adresse in Berlin. in den Zelten 11. Reizend wäre es, benutzten Sie die Adresse mal in Person.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Fellinger, Richard (444)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 4
Briefwechsel Clara Schumanns mit Maria und Richard Fellinger, Anna Franz geb. Wittgenstein, Max Kalbeck und anderen Korrespondenten in Österreich / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Anselm Eber und Thomas Synofzik / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-015-5
196f.
 



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