19.12.2019

Briefe



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ID: 2290 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 21.09.1850
 

Düsseldorf, den 21sten Sept. 1850
Verehrter Freund,
Von der Ouvertüre zu Genoveva besitze ich die Partitur und ein Exemplar einfache Stimmen, von meiner 2ten Symphonie dasselbe mit doppelten Stimmen. Schreiben Sie mir, was Sie davon wünschen. Ihre neue Symphonie kennen zu lernen, soll mich sehr freuen. Ich werde wohl erfahren, wenn sie erschienen ist. Die Program’s [sic] zu den sechs Concerten sind in den Hauptstücken zwar so ziemlich festgestellt, (Gade’s Comala, Israel i. E., die Johannis-Passion, 8te Symphonie v. B. G-moll von Mozart u. die 4te von Gade) doch lassen sich vielleicht in einem Concert zwei Symphonien ausführen. Darüber noch später. Sie haben Recht, wir sind hier sehr freudig empfangen worden, wie denn der Eindruck, den die hiesigen musikalischen, und sonstigen geselligen Verhältnisse auf uns gemacht, ein sehr erfrischender war. Die Kräfte, namentlich im Gesang, sind sehr bedeutend, ebenso die Bildung des Publicums, das eine Reihe Jahre hindurch immer nur das Beste gehört. So freuen wir uns denn, hier zu sein, es uns eine Weile lang gefallen zu lassen. Vielleicht begrüßen wir auch Sie einmal hier, vielleicht zum Musikfest, an das man schon zu denken anfängt.
Meine Frau grüßt Sie freundlich; sie ist, wie die Kinder, wohl und gesund.
Mit freundschaftlichem Gruße
Ihr ergebener
R. Schumann.

[BV-A, Nr. 1704:] Von der Ouv. z. G. hätte ich nur Part. u. einfache Stimmen, v. d. 2ten Symph. Part. u. doppelte Stimmen. Auf seine Symphonie freute ich mich. Zwar wäre d. Programm schon festgestellt, es ließen sich vielleicht aber 2 Symphonien an e. Abend machen.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Taubert, Wilhelm (1575)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 720ff.
 



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