19.12.2019

Briefe



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ID: 23016 Brieftext


Geschrieben am: Montag 15.10.1894 bis: 04.11.1894
 

[Ende Oktober 1894. ?]

Liebe Clara,

das ist ja ganz vortrefflich, ich danke bestens und freue mich auf die Tage, wie ein Maikäfer, d. h. ganz unglaublich, denn ich habe keine Ahnung, wie so einer sich freuen kann. Ich denke, am 9. früh anzukommen und natürlich, wenn's geht, zu Dir; ich hätte sehr ungern ein Hotel gesucht! Mühlfeld hat am 9. Konzert und kommt am 10. nachmittags; Du könntest also noch vor dem Abendbrot versuchen, wie Dir ein oder das andre Stückchen schmeckt!

Nun habe ich für uns beide noch je eine kleine Unannehmlichkeit zu melden! Dir wird Mühlfeld seine Stimmgabel schicken, wonach der Flügel gestimmt werden muß, zu dem er spielen soll! Er kann mit der Klarinette nur sehr wenig nachgeben. Im Fall Dein Flügel sehr differiert und Du ihn nicht daranwenden willst, opfert sich vielleicht Marie und läßt ihren Flügel - oder ihr Pianino nach der Mühlfeldschen Gabel stimmen?! Mir aber ist nicht recht, daß ich die Sonaten schicken soll (ich tue es aber nächster Tage). Ich meine, für ein paar Stündchen halten sie wohl vor, fürchte aber, jetzt wirst Du fertig mit ihnen und allem Vergnügen sein, wenn wir am 10. anfangen wollen!

Ich höre undeutlich von einem Stockhausen-Konzert oder gar -Jubiläum? Könntest Du mir wohl kurz mit einer Karte sagen, was und namentlich wann das ist? Es geht ihm aber wieder gut?

Herzlich grüßend

Dein

Johannes.


  Absender: Brahms, Johannes (246)
  Absendeort: o. O.
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
 



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