15.07.2019

Briefe



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ID: 23273 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 29.10.1881
 

Frankfurt a./M., den 29. Oktober 1881.
erster Schnee!!!

Lieber Johannes,

Dank für Deine Karten, die mir aber noch nichts über das Konzert selbst sagten, wie es mit dem Scherzo ging? Ich hatte all die Zeit so enorm viel zu tun, daß ich nicht zum Schreiben kam - es ist wirklich oft, daß ich nicht weiß, wie das Nötigste zu erledigen, nun kam jetzt auch noch eine lebhafte Korrespondenz mit Hamburg und Hannover, wo sie mich nun doch, nach fast dreijährigen Einladungen immer wieder, endlich herumgekriegt haben. In Hamburg haben sie die öffentliche Probe meinetwegen 2 Tage vor dem Konzert angesetzt. Ich reise also heute über Düsseldorf nach Hamburg, spiele dort am 4. und in Hannover dann am 12.

Willst Du mich 'mal mit einigen Worten erfreuen, so ist meine Adresse Hohenfelde, 7 Elisenstr. bis 7., dann Frank in Hannover. Am 13. reisen wir hierher zurück. Fellingers haben Dich nun wohl aufgesucht? Fillu rüstet auch für Wien, ich möchte es auch!

Leb' wohl, und laß bald über das Konzert hören

Deine alte

Clara.

Gestern sprach ich mit Dessoff, und er meinte, Du möchtest doch ja darauf dringen, daß die akademische Ouvertüre nach Deinem Konzert, also im 2. Teile käme, sie paßte nicht zum Anfang, wo die Leute immer noch kommen.

Die Kinder grüßen.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 



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