25.02.2022

Briefe



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ID: 4530
Geschrieben am: Freitag 01.12.1848
 

Hochgeehrter Herr Doktor!
Ich erlaube mir mein vor Ihnen mündlich angebrachtes Gesuch hierdurch noch schriftlich Ihnen in Erinnerung zu bringen. – Wenn ich mich de߬halb nicht schon längst an Sie gewendet habe, so war der Grund davon lediglich der, daß ich glaubte der Mitwirkung eines Vereines, dem ich die Ehre habe als Mitglied anzugehören im voraus versichert sein zu können. Zweifelhafter aber erschien mir eine solche Mitwirkung seitens der Drei¬ßigschen Singakademie, da ich derselben ganz fremd gegenüberstand und ich forderte dieselbe nur deßhalb früher als Ihren geschätzten Verein auf, um zu erfahren welche Kräfte mir überhaupt bei der Aufführung zu Ge¬bote stehn würden. Daß die Singakademie |2| aus demselben Gesichts¬punkte die Sache ansehn müße glaubte ich voraussetzen zu dürfen.
Möchten Sie, geehrter Herr Doktor, dem Vorstande unseres Vereins die Sachlage wie ich eben gethan und wie sie in der Wahrheit beruht dar¬stellen und ihn dadurch vermögen einen Entschluß zu meinen Gunsten zu fassen. – Mit unveränderlicher Hochachtung und Verehrung
Ihr ergebener Emil Naumann,
Mitglied des Schumannschen Vereins.

  Absender: Naumann, Emil (1116)
Absendeort: Dresden
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 22
Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit Korrespondenten in Dresden / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Carlos Lozano Fernandez und Renate Brunner / Dohr / Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-86846-032-2
815 f.

  Standort/Quelle:*) PL-Kj, Korespondencja Schumanna, Bd. 20 Nr. 3554
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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