19.12.2019

Briefe



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ID: 5004 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 18.10.1842
 

Verehrtester Herr Doktor!
In diesen Tagen wird Kapellmeister Methfessel aus Braunschweig sich mit dem Wunsch an Sie wenden, thätigen Antheil an Ihrer n. Zeitschrift f. M. zu nehmen. Er hat – ich begreife nicht, wieso – die Vorstellung, es könne für ihn eine Bequemlichkeit haben, wenn ich zuvor Sie davon benachrichtigte, obgleich ich ihm bekennen mußte, daß ich nur der Schuldner und große Verehrer Ihres Blattes sei, ohne bis jetzt meine Theilnahme bethätigt haben zu können. Gleichwohl durfte ich dem Ansinnen des geschätzten Kunstgenossen nicht ablehnend antworten und benutze die Gelegenheit, Ihnen meine lebhafteste Freude und Theilnahme an Ihrem doppelten Wirken auszusprechen. Mag auch die litterarische Seite, die Redaktion ihre Last haben – ich kenne sie, – so muß ich doch, gewiß mit allen Fortschreitenden, dringend wünschen und bitten, daß Sie sich der rühmlichen und fruchtbringenden Mühe nicht oder so spät wie möglich entziehen mögen. Sehr bedauert hab’ ich mein Verfehlen Ihrer bei meinem letzten Besuche. Bewahren Sie Ihren freundlichen Antheil
Ihrem herzlichergebenen
A B Marx

Berlin 18.10.42.

Herrn Dr. Robert Schumann,
Wohlgeboren,
Redacteur der „neuen
Zeitschrift für Musik“
in
Leipzig
Frei.

  Absender: Marx, Adolph Bernhard (1017)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (14753)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
434f.
 



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