19.12.2019

Briefe



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ID: 5149 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 03.02.1842
 

Mein hochverehrter Herr Doctor!
Durch Ihre, mich immer hoch erfreuende Zuschrift haben Sie mir von Neuem Beweise Ihres Wohlwollens gegeben. Für die Empfehlung an die Herren Breitkopf & Härtel darf ich Ihnen meinen innig gefühlten Dank sagen; Sie haben auch in dieser Hinsicht mich noch mehr verpflichtet. Sie drücken mir den, für mich höchst schmeichelhaften Wunsch aus, Berichte für die Zeitung von mir zu haben. Ich muß aber gestehen, daß die vielfachen Verbindungen und Bekanntschaften, die ich hier habe, mir den Mund verschließen; wäre ich unabhängig, so würde ich gern den Schleier von so manchem schwachköpfigen hiesigen Meister reißen, aber so lange ich mich mit diesen Leuten, wenn auch entfernt verhalten muß, darf ich Ihnen nur sagen, daß ich es sehr bedaure, Ihrem mich sehr ehrenden Wunsche nicht Folge leisten zu können. Ihre köstlichen Liederwerke haben unsern Kreis verständiger Musiker wahrhaft hoch erfreut. Möge es uns nur bald vergönnt sein, die Symphonien zu hören. Auch bitte ich meinen kleinen Sachen gütige Nachsicht zu schenken, die Ihnen, wie ich höre schon übersandt werden. Genehmigen Sie, mein hochverehrter Herr Doctor, die Versicherungen der außerordentlichsten Hochachtung und Verehrung, mit denen ich stets zeichne
ganz ergebenst
Julius Stern
Berlin 3 Februar 1842

Herrn
Herrn Doctor Robert Schumann
Wohlgeboren
Leipzig
d. Güte des
Herrn Klemm.

[BV-E, Nr. 2187]

  Absender: Stern, Julius (1546)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 662f.
 



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