23.11.2019

Briefe



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ID: 7241 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 17.10.1835
 

Sonabend den 17 October.

Verehrtester Herr!

Es sind Tage her, daß ich aus Dresden zurückgekehrt bin, woher Sie unser tauber Lyser herzlich grüßen läßt. Er hat bereits einen ziemlich großen Stoß von Novellen, die er an Zeitungen versenden will, fertig. Sein Gracioso und auch sein Bach, wenn ich nicht sehr irre, sind vollendet. Ich soll den Vermittler spielen, und Sie ergebenst ersuchen, eine Nov. von ihm in Ihre resp. Musik. Zeitg aufzunehmen, aber – nichts daraus zu streichen. Das hält nun freilich schwer bei seinen Litaneien! – Francilla Pixis ist zu Anfange dieser Woche nach Berlin gereist. Carol. Leonhardt und Rastrelli haben ihre Oper Bertha von Bretagne auf die Bühne gebracht. Sie hat gefallen. Montag gastirte die Heinefetter im Barbier von Sevilla. –
Was die Novellen von Lyser anbetrifft, so werd’ ich Ihre gütige Entscheidung abwarten, ehe ich ihm schreibe.
Ich habe die Ehre zu bleiben,
Ew Wohlgeboren,
ganz ergebener
Alex. Fischer.

Sr Wohlgeboren
Herrn Robert Schumann,
Redacteur der neuen
Musik. Zeitung.

  Absender: Fischer, Alex (453)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.19, S. 441f.
 



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