19.12.2019

Briefe



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ID: 7466 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 22.06.1867
 

Baden-Baden, den 22. Juni 1867.

Verehrte Frau!

Es war mir eine herzliche Freude, einige Zeilen durch Herrn Brahms neulich von Ihnen zu erhalten, und daraus zu ersehen, dass wirklich nur ein Missverständnis die Ursache war, dass ich Sie bei meiner letzten Anwesenheit in Pest nicht kennen lernte worauf ich mich nach Herrn Brahms’ Erzählungen von Ihnen und Ihrem schönen Gesange gefreut hatte. Die Sache selbst bleibt mir noch rätselhaft, und ich kann mir nur denken, dass es Herrn Grinzweil nicht in seine Pläne passte, Sie zur Mitwirkung in meinem Konzerte aufzufordern, er daher meine Zeilen an Sie unterschlug.
Ich habe nämlich die Absicht nächsten Winter wieder nach Wien zu gehen und dann hoffe ich auch Sie in Pesth zu sehen. Einstweilen nehmen Sie, wie Ihr Herr Gemahl, freundliche Grüsse.
Ihre ergebene
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Baden-Baden
  Empfänger: Ebner, Ottilie (14011)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 4
Briefwechsel Clara Schumanns mit Maria und Richard Fellinger, Anna Franz geb. Wittgenstein, Max Kalbeck und anderen Korrespondenten in Österreich / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Anselm Eber und Thomas Synofzik / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-015-5
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