15.07.2019

Briefe



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ID: 749 Brieftext


Geschrieben am: 26.04.1849
 

Lieber Brendel,
Der junge Hr. v. Bülow bittet mich um ein paar Zeilen an Sie, die ich ihm mit Vergnügen gebe, da er ein sehr guter Clavierspieler, und sonst auch ein gebildeter, nach näherer Bekanntschaft wohl zu leidender Mensch ist. Ich bitte ihn freundlich aufzunehmen.
Meine Oper, vielmehr ihre Aufführung soll durch Intriguen dortiger Musiker möglichst verzögert werden. So schreibt man mir. Aber ich glaub’s nicht. Und wär’s, so kann es zuletzt nur nützen. Ehrlichkeit währet am längsten – und daß ich es gut u. ehrlich meine mit der Kunst, das wissen Sie ja.
Für heute im Flug nur dies Wenige. Ueber kurz oder lang sehen wir uns, hoffe ich.
Ihr
R. Sch.

Ihr Aufsatz über die Kritik des Publicums hat mir sehr gefallen – auch der über das Arrangement m. Symphonie mich gefreut; nur war darin Gade vergessen worden, was mir leid thut.

[Beilage:]
Lieber Brendel!
Der junge Mann, der diesen Brief Ihnen überbringt, spielt sehr gut Klavier und ist, sobald man ihn einmal näher kennen gelernt, ganz wohl zu leiden. Er sei Ihnen daher auf das beste empfohlen.
Robert Schumann.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Dresden
  Empfänger: Brendel, Franz (261)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.5, S. 276f.
 



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