15.07.2019

Briefe



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ID: 8188 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 31.08.1852
 

Scheweningen d. 31. Aug. 1852
Verehrtester Herr Liszt,
leider kann Ihnen mein Mann noch immer nicht, wie er so gerne möchte, selbst schreiben, denn sein Unwohlsein hat sich, seitdem ich Ihnen das letzte Mal schrieb, so verschlimmert, daß wir uns noch zu einer Seebad-Reise entschließen mußten, und hier darf er sich keinerlei Anstrengung zumuthen.
Heute nun beauftragt er mich Sie zu bitten, ihm möglichst bald die Partitur zum Manfred zu senden, da zu Hause Korrektur Derselben auf ihn wartet, und er ohne seine Partitur nichts machen kann. Wollen Sie Solche gefälligst nach Düsseldorf senden, wo wir in nächster Woche wieder einzutreffen gedenken.
Hoffentlich treffen Sie diese Zeilen in Weimar! wollen Sie so freundlich seyn mich der Frau Fürstin auf das angelegentlichste zu empfehlen! – Morgen ist es ein Jahr, daß wir die Freude hatten Sie beide und das liebreizende Fräulein Prinzeß bei uns zu sehen! oft gedenken wir dieses Tages! –
Robert läßt Sie recht freundlich grüßen – auch ich füge meine Grüße bei und bitte Ihr ferneres Wohlwollen zu bewahren
Ihrer
erg
ebensten
Clara Schumann

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Scheveningen
  Empfänger: Liszt, Franz (964)
  Empfangsort:
  SBE: II.5, S. 188f.
 



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