25.02.2022

Briefe



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ID: 8903
Geschrieben am: Freitag 31.07.1857
 

St. Goarshausen d. 31 July. 57.

Lieber Herr Henkel,

seit mehreren Tagen spricht Brahms davon, Ihnen für Ihre freundliche Bemühung wegen des Notenpapiers zu danken und Sie zu bitten seine Schuld bei Ihrem Herrn Bruder zu berichtigen. Das weiß aber der Himmel, die Künstler sind doch Alle die faulsten Schreiber, und wer weiß, wie lange es noch dauert, bis Brahms wirklich schreibt. So thue ich es denn lieber, und sende Ihnen inliegend einen Gulden zu gütiger Besorgung, mit seinem besten Danke. Ich hoffe, Sie haben Ihre lieben Kleinen wohl angetroffen, und Ihre liebe Frau die ich herzlich grüße, erfreut sich jetzt recht guter Gesundheit. Uns gefällt es hier sehr – ich erhielt vorgestern meinen Erard, und wurden wir überrascht durch – Joachim. Ich denke wir bleiben noch an die 3 Wochen.
In der Hoffnung Sie bald einmal in Frankfurth wieder zu sehen
Ihre
aufrichtig ergebene
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: St. Goarshausen
  Empfänger: Henkel, Heinrich (2405)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
581f.

  Standort/Quelle:*) D-B, s: Mus.ep. Schumann, K. 174
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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