19.12.2019

Briefe



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ID: 9961 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 08.11.1888
 

Frankfurt a/M. 8. Nov.

Liebe geehrte Frau!
Aufs freundlichste haben Sie mich überrascht durch Ihre herzlichen Worte zu meinem Jubiläum, und sage ich Ihnen den wärmsten Dank dafür.
Mit mir war auch Eugenie freudig überrascht über Ihre Zeilen.
|2| Leider ist ihr das Bad diesen Sommer schlecht bekommen (das Wetter war zu nass u. kalt) und nun wird es einiger Monate bedürfen, bis sie sich wieder erholt.
Wie gern käme ich noch einmal nach Wien, nur ist es doch eine große Reise von hier, und lange kann ich im Winter nicht fort von hier. Ich habe aber oft die größte Sehnsucht nach dem lieben Wien, an das sich die schönsten künstlerischen Erinnerungen |3| meiner Jugendzeit knüpfen.
Nehmen Sie herzlichste Grüße, auch von meinen Töchtern, und glauben Sie mich immer in aufrichtigster Hochachtung
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Gomperz-Bettelheim, Caroline von (15329)
  Empfangsort: Wien
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 4
Briefwechsel Clara Schumanns mit Maria und Richard Fellinger, Anna Franz geb. Wittgenstein, Max Kalbeck und anderen Korrespondenten in Österreich / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Anselm Eber und Thomas Synofzik / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-015-5
526ff
 



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