19.12.2019

Briefe



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ID: 10075 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 27.11.1870
 

Berlin d. 27 Nov. 1870.
Lieber, verehrter Freund,
mir scheint es doch besser, wir lassen das Concert bis zum Herbst, wo es uns doch vielleicht möglich wird es interessanter auszustatten als jetzt in der Kürze der Zeit. Sie wissen, daß ich ein einmal gegebenes Versprechen halte, und so ist es also nur aufgeschoben. Ich sprach gestern mit einem eifrigen Gustav-Adolph-Vereins-Mitglied, Frau Rudorff, Diese meinte auch, es sey jetzt doch nicht die Theilnahme für solch einen Zweck, wie es zu anderer Zeit sein würde. Es ist mir gar zu leid, daß Sie so viel Mühe damit gehabt, doch ich hatte mir die Sache nicht so schwer zu bewerkstelligen gedacht – ich dachte der Einfluß mancher der Mitglieder Ihres Vereines würde leicht Alles von Platen erreichen.
Ich komme Sonnabend 5 Uhr (glaube ich) – wahrscheinlich allein, das ist noch nicht bestimmt.
Weiteres also bald mündlich, worauf sich von Herzen freut
Ihre
Ihnen Allen treu ergeb
Clara Schumann.

Wir haben gute Nachricht vom Ferdinand – aber von Felix Bendemann hört man noch nichts. Ich hoffe zu Gott, es ist ihm nichts geschehen!

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Hübner, Julius und Pauline (2459)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 6
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Eduard Bendemann, Julius Hübner, Johann Peter Lyser und anderen Dresdner Künstlern / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Renate Brunner, Michael Heinemann, Irmgard Knechtges-Obrecht, Klaus Martin Kopitz und Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-017-9
597f.
 



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