19.12.2019

Briefe



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ID: 10557 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 05.10.1873
 

Frankfurt a/M. d. 5ten Oct. 78 Myliusstr. 32.

Liebe Emma,

das ist eine fatale Sache, ich möchte ja so gern Härtels gefällig sein aber am Freitag, den Tag nach dem Concert kann ich unmöglich in eine große Gesellschaft gehen, und mit dem Spielen ist es erst recht unmöglich für mich, da ich jetzt nach einem Concert stets einige Tage der Ruhe für meinen Arm bedarf, daher auch keinesfalls Sonnabend im Quartett spielen könnte. – Ist Sonnabend überhaupt kein Quartett, so will ich ihnen den Abend gern zur Disposition stellen aber wünschen sie, daß ich etwas spiele, so könnten es aber nur Kleinigkeiten sein. Sage<> <> nur Härtel, daß ich seine Antwort direct von ihm erwarte u. versichere ihn nochmal wie gern ich ihm u. seiner Frau einen Wunsch erfülle. – Uebrigens, Frau Frege hat mit mir besprochen, daß sie am Donnerstag Abend nach dem Concert bei sich empfängt u. alle Freunde, die mich noch sehen wollen den Abend, willkommen seien. – <i>Ich konnte dies in diesem Falle nicht abschlagen. –
Alles Weitere bald mündlich, ich komme am 22ten u. gehe Montag. –
Deinen lieben Sohn hast Du hoffentlich recht munter wiedergesehen? – Dich erwarte ich um mich in die Probe am Mittwoch abzuholen. –
Mit herzlichsten Grüßen
Deine
Clara Sch.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Leppoc, Emma, geb. Meyer, Emma (2583)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
247f.
 



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