23.11.2019

Briefe



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ID: 10622 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 03.05.1874
 

Berlin d. 3 Mai 1874.
Lieber Freund,
ich will Ihnen heute nur einen innigen Gruß senden, und sagen wie sehr leid es mir thut, daß Sie so unwohl sind! hoffentlich erholen Sie sich aber bald von den schlimmen Attaquen – seyen Sie nur ja recht vorsichtig, damit kein Rückfall kömmt.
Herzlichen Dank für Ihre Beantwortung und guten Rath, den ich natürlich befolgt. Was mich wahrhaft erfreut hat in Ihrem Briefe, ist, daß wir Sie in Baden sehen werden, ich denke gerade von Mitte Juni bis Mitte July dort zu sein, und freue mich von ganzem Herzen auf Ihren lieben Besuch. Näheres darüber erfahre ich doch wohl? Möchte nur mit dem Besuch bei uns keine traurige Pflicht in Karlsruhe verbunden sein! oder müssen Sie dahin wo Ihre Freundin ist? in Italien, nicht? welches Bad gebrauchen Sie für sich? Hellgoland wieder? Sobald es warm wird (wohl nicht vor Mitte Mai) gehe ich nach Töplitz – mein Arm ist schlecht, Sie können meiner Schrifft wohl es ansehen, daß es mir schwer wird zu schreiben.
Seyen Sie, lieber Levi, aufs wärmste gegrüßt von
Ihrer
Clara Schumann.

Lassen Sie mich, wenn auch nur auf Correspondenzkarte hören, wenn’s Ihnen besser geht, bitte.
Johannes war einen Tag hier – brachte herrliche Duette u. Quartette.
Adresse bis Mitte Mai hier, dann Poste restante Töplitz in Böhmen.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Levi, Hermann (941)
  Empfangsort:
  SBE: II.5, S. 681f.
 

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