15.07.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 10788 Brieftext


Geschrieben am: Montag 15.05.1876
 

D. 15 Mai 1876.
Liebe Freundin,
das war ein großer Genuß den ich gestern gehabt, leider aber war meine Eugenie unwohl und nahm ich statt ihr meine Schwester mit. Nun komme ich aber mit der großen Bitte, ob Sie uns für morgen Dienstag zur letzten Vorstellung des Käthchen noch’mal Billets besorgen könnten? ich möchte dann Eugenie mit Marie und ihre Freundin hinein schicken. Da es die letzte Vorstellung ist, so fürchte ich wir würden ohne Fürsprache keine Billets bekommen. Da ich leider nicht noch ’mal mitgehen kann, weil ich heute für 3 Tage nach Leipzig muß, so kommt es nicht darauf an, ob die Billets 1te Reihe sind, 3te–4te ist für die Kinder eben so gut, da sie gut hören. Ich habe gestern so viel verstanden wie seit Jahren nicht im Theater, und war sehr vergnügt darüber. Es ist doch ein reizend gespieltes Stück – das Käthchen habe ich aber noch nie so reizend gesehen, und war das Ganze vortrefflich.
Darf ich Sie nun wohl bitten uns 4 Billets zu besorgen? Mein Bruder mit Frau möchte auch hingehen wie er mir eben schreibt.
Ich erlaube mir hier für gestern 3 rh 15 sgl und für morgen 4 rh 20 sgl Summa: 8 rh 5 sgl beizulegen. Sollte ich mich geirrt haben so verzeihen Sie es ich trage dann das Fehlende nach.
Marie läßt morgen die Billets bei Ihnen abholen, damit Sie nicht weitere Mühe noch haben.
Dankbarst grüßend
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Lazarus, Sarah (918)
  Empfangsort: Berlin
  SBE: II.18, S. 254f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.