19.12.2019

Briefe



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ID: 11022 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 03.07.1878
 

Wildbad-Gastein bei Moser d. 3 Juli 1878.

Geehrter Herr Raff,

ich habe Sie neulich in Frankfurth nicht sprechen können, da ich früher dorthin kam als ich ursprünglich beabsichtigt hatte. So muß ich mich mit einer Frage schrifftlich an Sie wenden. Ich werde mehrfach gefragt ob es nöthig sey, daß die Schüler, die mir folgen, somit die, deren Fähigkeiten ich bereits kenne und Denen ich die Aufnahme in meiner Klasse versprochen, |2| einer Prüfung im Clavierspiel in der Schule sich unterziehen müssen? nun glaube ich zwar, daß Sie mir das Vertrauen schenken, möchte aber doch Ihre Meinung wissen. Sagen Sie mir Dieselbe mit ein paar Worten recht bald, da ich auf einige Anfragen antworten möchte und nicht gern eigenmächtig handle, wo ich meiner Sache nicht sicher bin.
Meine Reisepläne gestalten sich jetzt so, daß ich hoffe |3| bei der Aufnahms-Prüfung [sic] zugegen sein zu können.
Sie und Ihre Frau Gemahlin hochachtungsvoll grüßend
Ihre
ergeb
Clara Schumann.
Meine Adresse ist die Obige.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Wildbad-Gastein
  Empfänger: Raff, Joseph Joachim (1222)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
864f.
 



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