19.12.2019

Briefe



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ID: 11211 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 03.10.1879
 

Frkf. a/M d. 3 Octbr. 79.

Lieber Joachim

ein Dankeswort für Ihre lieben Zeilen zum 13ten lassen Sie mich Ihnen sagen – Sie haben mich durch Ihren Freundesgruß, aus der Fremde, doppelt überrascht, und von Herzen drücke ich Ihnen die Hand dafür. Sie sind nun, wie mir Johannes schreibt zurückgekehrt, und seine Zeilen klingen mir, als wären Sie Beide befriedigt gewesen! Sie mögen manch trauliche Stunde zusammen verlebt haben, zuweilen früherer Zeiten gedenkend, wo ich ja auch nicht fehle! In Bonn verzögert sich die Enthüllung bis Nov. und da habe ich denn sehr zugeredet die Feyer bis zum Frühjahr, etwa Osterwoche zu verschieben. Im Nov. kann es sehr rauh, ja stürmisch sein, wie flau dann solch eine Feyer! Ich bin furchtbar beschäfftigt, daher das Wenige nur, darf auch wegen meinem Arm, der oft schmerzt, eigentlich gar nicht schreiben, und so
schließe ich denn, Ihnen Allen das Beste wünschend, als Ihre
alt ergeb
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
1197f.
 



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