19.12.2019

Briefe



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ID: 1124 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 17.12.1843
 

Verehrtester Freund,

Schiene es Ihnen nicht von Nutzen, wenn die Statuten des Conservatoriums, wie sie jetzt erschienen sind, vollständig in der n. Zeitschrift für Musik abgedruckt würden? Glauben Sie die Zustimmung des Directoriums voraussehen zu können, so schreiben Sie mir ein Wort, und ich bringe sie noch in diesem Jahr. Im nächsten könnte ich es nicht, da ich von Neujahr von der Redaction zurücktrete. Hr. A. Seeburg schrieb mir heute, die Namen der Conservatoiristen zu nennen, an die ich den Ertrag des Concertes vom 4ten vertheilt wünschte. Dies wird mir nun wirklich schwer und ich möchte Sie darum bitten, da Sie die Verhältnisse der Einzelnen vielleicht genauer kennen. Ginge es nicht so, daß man unter den Schülerinnen die zwei ärmsten und talentvollsten, unter den Schülern vier aus wählte, eine Lotterie von 3 Gewinnsten (jeden zu 20 Th.) machte und dann (vielleicht in Gegenwart einer der H. Directoren) die 6 ziehen ließe. Das gäbe noch eine kleine Freude vor Weihnachten und wäre ganz passend vielleicht gerade nächsten Sonntag am Christtag zu machen.
Mit freundschaftlichem Gruß
Ihr
ergebener
R. Schumann.

Als sehr arm sind mir bekannt: Frl. Schulze, Horn aus Freiberg und Pfretzschner.

Sr Wohlgeboren
Herrn Advocat Schleinitz
hier.

  Absender: Schumann, Robert (15143)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schleinitz, Heinrich Conrad (1349)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
824f.
 



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