19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 11296 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 19.12.1886
 

Frankf. d. 19 Dec. 1886.
Lieber Freund,
Sie haben mich durch Ihre herzlichen Zeilen und Ihr wunderbares Geschenk wahrhaft gerührt.
Wir haben jetzt so viel von Weber gelesen und ist uns auch der Mensch so nahe getreten, daß ich mich beim Anblick der Maske ganz besonders bewegt fühlte. Sie ist ein herrliches Kunstwerk und ich werde sie verwahren als ein doppelt werthvolles Geschenk!
Haben Sie Dank, herzlichsten, lieber Levi!
Traurig fand ich den Schluß Ihres Briefes, weil er etwas Wahres berührt, aber die Erinnerung an schöne Zeiten lebt doch in meinem Herzen mächtig fort, und so bleib ich doch noch immer
Ihre
getreue
Clara Schumann.

P.S.
Haben Sie Nachsicht mit den wenigen Worten – ich stecke tief in der Arbeit noch bis zum 1sten Jan.
Innigste Wünsche zum Fest und für das neue Jahr – auch meine Kinder senden solche!

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Levi, Hermann (941)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 5
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Franz Brendel, Hermann Levi, Franz Liszt, Richard Pohl und Richard Wagner / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Thomas Synofzik, Axel Schröter und Klaus Döge / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-016-2
893f.
 

Fehlerbeschreibung*





Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.