19.12.2019

Briefe



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ID: 11312 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 25.05.1880
 

Godesberg d. 25 Mai 80 Dienstag.
Liebe Frau v. Beckerath,
wir denken nun morgen, wenn wir von Ihnen nicht etwa thelegraphische Nachricht erhalten, daß es Ihnen nicht paßt, zu kommen, und zwar mit dem Morgen-Schnellzug der 9 Uhr von Köln geht. Wir würden sonach um 1 Uhr 8 M. bei Ihnen eintreffen. Sollte nun aber, wie es jetzt ja immer geschieht, das Wetter umschlagen, und morgen wieder rauh und windig sein, so gehe ich direct nach Frkf. zurück, und behalte mir den Besuch bei Ihnen für später vor. Ich habe all die Zeit durch das Wetter viel gelitten, da es in den Häusern fast überall so kalt war, daß ich durch und durch erkältet bin, folglich neue Erkältungen vermeiden möchte. Bleibt es also schön wie heute, so kommen wir, ändert es sich aber zu Wind oder Regen, so thelegraphiere ich Ihnen morgen Vormittag. –
Meine Adresse hier ist: Kommerzienrath Wendelstadt, falls Sie mir zu thelegraphieren hätten, daß Ihnen unser Besuch nicht convenirt.
Mit herzlichsten Grüßen an Sie Beide
Ihre
aufrichtig ergb
Clara Schumann.
Marie grüßt schönstens.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Bad Godesberg
  Empfänger: Beckerath, Laura von (168)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 12
Briefwechsel Clara Schumanns mit Landgräfin Anna von Hessen, Marie von Oriola und anderen Angehörigen deutscher Adelshäuser / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-023-0
246f.
 



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