19.12.2019

Briefe



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ID: 11381 Brieftext


Geschrieben am: Montag 27.12.1880
 

Frkf. a/m d. Dec. 1880
Liebe Freundin,
Ihr lieber Brief neulich aus Nürnberg hat mich wahrhaft erfreut und gerührt, er war mir ein Beweis, daß Sie mir ein kleines Plätzchen in Ihrem Herzen noch immer gönnen. Haben Sie Dank dafür und eben so für Ihr freundliches Gedenken zum heiligen Abend, das uns alle Drei freudig überraschte. Ach, wüßten wir Sie in Büdesheim, wie anders wäre uns zu Muthe! ob Sie wohl im Frühjahr dahin zurückkehren? –
Viel haben wir am 18t Ihrer gedacht, und unsere innigsten Wünsche haben Sie begleitet – das glauben Sie wohl! möge Ihnen all das Glück werden, das wir Ihnen so aus ganzer Seele wünschen.
Sie wissen, ich darf wenig schreiben, und lasse daher noch manches unausgesprochen zwischen den Zeilen – nur Gutes und Liebes für Sie zum neuen Jahr! auch Ihrem Gatten sende ich meine besten Wünsche, freilich, leider noch halb unbekannterweise.
Leben Sie wohl und bleiben Sie ein wenig gut
Ihrer
von Herzen ergeb
Clara Schumann.

Ferdinand geht es etwas besser, aber, er liegt noch fest darnieder. Marie u. Eug. schreiben selbst.

[Umschlag]
Tyrol.
Frau Gräfin
Marie Oriola.
in
Botzen.
(Tyrol.)
Postlagernd.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Oriola, Marie von, geb. Christ, verh. Berna (2699)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 12
Briefwechsel Clara Schumanns mit Landgräfin Anna von Hessen, Marie von Oriola und anderen Angehörigen deutscher Adelshäuser / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-023-0
510f.
 



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