19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 11400 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 06.02.1881
 

Frankf. a/m d. 6 Febr 1881.
Verehrter Herr,
herzlich erfreut bin ich mit meinen Töchtern über das frohe Ereigniß, das Sie mir gütigst mittheilen. Hoffentlich geht Alles gut von statten. Ihre liebe Frau hat mir neulich einen so lieben Brief geschrieben, den ich so gern augenblicklich beantwortet hätte, wäre mir die Zeit nicht so gar karg zugemessen gewesen, u. in nächster Zeit sehe ich durch meine in 14 Tagen bevorstehende Reise nach England auch keiner Möglichkeit dazu entgegen, aber von England aus, wo ich mehr Ruhe finde, als hier, werde ich ausführlich schreiben. Mit wärmsten Interresse habe ich Alles über Sie und Ihre liebe Familie gelesen – bin ich mit meinen Gedanken doch so oft bei Ihnen, und sehne mich nach einem Stündchen traulicher Unterhaltung mit Ihrer lieben Frau, die mir immer so wohl that. Erlauben Sie mir in nächster Zeit ’mal per Karte um das Befinden Ihrer Frau anzufragen, und genehmigen Sie die Versicherung der aufrichtigsten Ergebenheit und Anhänglichkeit Ihrer
Clara Schumann.

Wollen Sie verzeihen wenn ich auf meiner Adresse Ihren früheren Titel gebrauche, da ich unwissend über den jetzigen bin, um den ich Sie bei Gelegenheit der Karte gütigst ersuche.
Herzlichste Grüße
an Ihre theure Frau.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Schöne, Richard (1395)
  Empfangsort: [Berlin ?]
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
529
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.