25.02.2022

Briefe



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ID: 1144
Geschrieben am: Freitag 23.06.1848
 

Geehrtes Fräulein,
Greife ich mit den folgenden Zeilen vielleicht nur Ihrem eigenen Wunsche vor? Es will mir doch scheinen, als wär die Ausführung Ihrer so freundlich übernommenen Parthie bei der einzigen Probe, die uns noch vergönnt ist, ein Wagestück. Es hat sich nun eine Dame, die die Parthie schon aus dem Clavierauszug kannte, dieselbe noch zu singen entschloßen, und vielleicht anticipier ich, wie gesagt, nur Ihre eigenen Gedanken, wenn ich Sie von den zugemutheten Wagestück wieder erlöse. |2| Glauben Sie indeß, daß sie Ihre Bereitwilligkeit keinem Unerkenntlichen zugewendet haben, und daß ich wünsche, es würd mir bald Gelegenheit, mich Ihnen gegendienst¬lich zu erweisen.
Ihr
ergebener
Robert Schumann.
d. 23ten Jun. 1848.
[Umschlag] Fräulein
Fräulein Scholl
hier.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
Absendeort: Dresden
  Empfänger: Scholl, Amalie (15390)
  Empfangsort: Dresden
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 22
Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit Korrespondenten in Dresden / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Carlos Lozano Fernandez und Renate Brunner / Dohr / Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-86846-032-2
847

  Standort/Quelle:*) D-Zsch; s: 7386 - A2
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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