15.07.2019

Briefe



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ID: 11512 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 16.04.1882
 

Frankf. a/m d. 16 April 1882
Liebste Gräfin,
wie gern begrüßte ich Sie am 18ten selbst, aber, Sie wissen ja wie es nach einer Reise geht, wie sich so Vieles zu erledigen ansammelt, dann beginnen morgen meine Stunden wieder, und, Sie werden wohl an dem schönen Festtage Viele um sich haben, und wir hätten Sie dann nicht so ungestört, wie wir es doch natürlich wünschten. Vor allem herzlichste Wünsche, meine liebe Freundin! möchten Sie an jedem folgenden 18t, wie an Diesem, auf ein glücklich verlebtes Jahr zurückblicken können. Wie oft hat mich der Gedanke an Ihr Glück froh gestimmt – möge es so bleiben! – Ihr lieber Brief, den ich noch zuletzt erhielt, hat mich herzlich erfreut. Werde ich Sie denn bald sehen? doch jedenfalls vor Ihrer Abreise? Ich habe Ihnen ein kleines recht prosaisches Hausgeräth von England mitgebracht, es sind Bürsten unten in das An- und Ausziehstübchen zu stellen, damit Jeder Gelegenheit finde sich Ihnen glatt gebürstet zu präsentiren. Verzeihen Sie die Prosa als kleinen Scherz, und lassen Sie bald von sich hören. Sie und Ihren lieben Gatten aufs wärmste grüßend
Ihre
alt ergb
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Oriola, Marie von, geb. Christ, verh. Berna (2699)
  Empfangsort:
  SBE: II.12, S. 524f.
 



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