19.12.2019

Briefe



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ID: 11541 Brieftext


Geschrieben am: Montag 29.05.1882
 

Frkf. a/m d. 29 Mai 1882
Liebste Frau v. Beckerath,
zu meinem herzlichen Bedauern muß ich auf Ihre so freundlichen Vorschläge mit „Nein“ antworten. Herzogenbergs bleiben nur bis Ende der Woche hier, und wollen, da sie viele Reisen noch vorhaben, gern erst ruhig die Tage hier verleben. Dagegen kann ich natürlich nichts einwenden. Und für nächsten Sonntag glaube ich kaum Ihnen zusagen zu können, da ich bei solcher Hitze nichts unternehmen kann, umsoweniger als ich die Nächte gar nicht schlafe. Ich gehe nur Morgens und Abends spät aus. Auch fürchte ich, daß ich nach Fortgang unserer Gäste doch einige Tage der Ruhe bedürfen werde, da mich Alles leicht aufregt.
Erlauben Sie mir, Ihnen mitzutheilen, wenn ich zu Ihnen kommen kann, und seyen Sie herzlichst Beide gegrüßt von
Ihrer
aufrichtig ergeb
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Beckerath, Laura von (168)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 12
Briefwechsel Clara Schumanns mit Landgräfin Anna von Hessen, Marie von Oriola und anderen Angehörigen deutscher Adelshäuser / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-023-0
248
 



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