19.12.2019

Briefe



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ID: 11566 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 23.03.1883
 

Frankf. a/M d. 23 März 83

Lieber Joachim,

entschuldigen Sie mein langes Schweigen auf Ihren lieben Zeilen, ich war aber unterdeß in Leipzig u, zurückgekehrt fand ich wieder wie immer so viel schnell zu erledigendes, daß ich nicht zum Danken kam. Ich thue es denn hiermit von Herzen. Daß mein Fall ein nur kleines Mißgeschick blieb, erfüllte mich so mit Dank, ich die Sache geringer nahm, als meine Freunde. Man sieht wohl noch jetzt die Narbe ect., doch das hat ja nichts zu sagen – es war mir eine große Freude, daß ich schließlich doch noch spielen konnte in Berlin, und es, trotz der großen Schmerzen in der Hand, so gelang. Sie sind nun wieder in Berlin – daran kann ich nur mit Trauer denken, und gestern waren meine Gedanken besonders viel bei Ihnen – wie mag es wohl gegangen sein? – Ich hoffe Ihr getreuer Freund Levy, der mir ja nun auch näher getreten ist, wird mir einige Zeilen Nachricht senden – Ihnen muthe ich es nicht zu, es müßte denn wirklich ein Resultat sein, daß [sic] endlich der Sache ein Ende machte. Nehmen Sie herzlichste Grüße von
Ihrer
getreuen
Clara Sch.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Joachim, Joseph (773)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 2
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Joseph Joachim und seiner Familie / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-013-1
1236f.
 



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