25.02.2022

Briefe



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ID: 11659
Geschrieben am: Mittwoch 28.02.1883
 

Frankf. a/m d. 28/Febr. 83

Geehrter Herr Röntgen!

Das ist eine kritische Sache mit dem Quartettprogramm. Die sinfonischen Etüden würde ich keinesfalls spielen, da ich sie, wie ich neulich sah, im letzten Quartett gespielt habe. Ich hätte nun zwei Vorschläge: Entweder: Fantasie Op. 17 v. Schumann und nichts weiter, oder: Les Adieux, Sonate v. Beethoven u. als Schluss ein Ensemble, etwa, wenn es lange nicht gespielt wäre, Esdur Quartett od. Quintett v. Schumann. Bitte theilen Sie mir nur per Carte mit, was Ihnen besser passt, aber recht bald, weil ich die Etüden doch vorbereiten muss.
Mit herzlichen Grüssen
Ihre
Clara Schumann.

P. S. Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass, wenn ich die Fantasie spiele, diese nicht am Schluss des Programmes stehe.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Röntgen, Engelbert (2802)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
794

  Standort/Quelle:*) NL-DHgm, ab 2001: NL-DHnmi, s: 107/C183-019
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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