19.12.2019

Briefe



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ID: 11686 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 24.04.1883
 

Frankf a/m d. 24 April 83

Geehrtester Herr Professor,

haben Sie vielen Dank für Ihre freundlichen Bemühungen. Wie schade, daß die Umstände uns nicht mehr begünstigen! Wir haben nun unsere Gedanken wieder sehr auf Vordereck über Berchtesgaden gerichtet, und werden wohl schließlich dahin wandern. Die Luft ist dort schön, und doch nicht so sehr viel Fremden-Gewühl. Wir würden einen Versuch in Beatenberg nicht wagen können, da wir erst Mitte Juli fort können, und im Hoch-Sommer <>uns dem Zufalle nicht preisgeben <>können. Wie schön ist es für Sie, daß Sie ihr „Heim“ in der Schweiz gefunden haben – Ihrer lieben Frau thut das gewiß sehr gut. Von Herzogenbergs wußte ich gar nichts – war überrascht zu hören, daß sie in Berlin waren. Wer mag wohl sein Trio dort gespielt haben? doch, ich sehe, ich habe eben ein Fragezeichen gemacht, entschuldigen Sie es, Herzogenberg oder Frau Lisle sollen es beantworten – sagen Sie ihnen das, bitte. Nun nochmals herzlichen Dank für Ihre vielen Bemühungen! wir hatten uns schon gefreut Sie ’mal besuchen zu können, nun ist uns alle Aussicht darauf genommen, das ist recht betrübt für uns.
Mit den wärmsten Grüßen an Sie und Ihre theuere Frau von
Ihrer
wahrhaft ergeb
Clara Schumann.

Marie empfiehlt sich Ihnen Beiden sehr.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Wach, Adolf (3068)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
855f.
 



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