25.02.2022

Briefe



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ID: 11748
Geschrieben am: Sonntag 14.10.1883
 

Frankf. a/M d. 14 Octbr 83.

Lieber Herr Scholz,

es wird mir schwer, was ich Ihnen zu sagen habe, aber, ich fühle, ich kann in dem von Ihnen beabsichtigten Concerte f. d. Mozart-Denkmal nicht spielen, wenn Sie eine Liste herumschicken. Es ist mir dies zu peinlich gegenüber meinen Bekannten und Freunden. Annonciren Sie es, so viel und lange vorher, wie Sie wollen, aber schicken Sie keine Liste. Halten Sie eine Solche jedoch für nöthig, was hier unter den bestehenden Verhältnissen seine Berechtigung hätte, so bitte ich Sie, entheben Sie mich meines Versprechens. Ich habe mein ganzes Leben hindurch stets die Erfahrung gemacht, daß ich in solchen Dingen meinem Gefühle, wenn es immer und immer wieder dasselbe, durch nichts zu beschwichtigen <>war, folgen mußte, und so sehe ich mich denn auch hier gezwungen, selbst auf die Gefahr hin, Sie zu erzürnen, was mir nicht wenig leid <>wäre.
In alter Gesinnung
Ihre
ergeb
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort:
  Empfänger: Scholz, Bernhard [Familie] (2867)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
137f.

  Standort/Quelle:*) D-DÜhh, s: 68.6451/36
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 

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