20.11.2018

Briefe



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ID: 11796 Brieftext


Geschrieben am: 07.02.1884
 

Frankf. a/M d. 7 Febr. 84

Hier, liebe Freunde, schicke ich Ihnen die himmlische Wald-Idylle. Sie werden sich erst durch das schwer zu lesende Manuscript durcharbeiten müssen, dann aber schwelgen. Welche Poesie geht durch das Ganze, das sich dann zum Schluß in Wölkchen verflüchtigt und in himmlische Regionen auflöst – es ist wunderbar schön, und die <>tausend Feinheiten auf die man überall stößt! im letzten Satz, wie die, erst wild erscheinende Durchführung, dann gegen den Schluß gemildert und verklärt wiederkehrt – es ist ganz <>hinreißend. Und wie ist das Werk so harmonisch in allen 4 Sätzen, wie aus einem Gusse. Ich habe viele Stellen mit Rothstift (!!!) angezeigt, weil ich so gern möchte Sie dächten dann in Ihrer Wonne an mich. Ich danke der Symphonie glückliche Stunden, und trenne mich schwer davon – wären Sie es nicht, ich glaube, ich schickte sie nicht ab. Ich habe sie immer mit meiner Elise gespielt. Addio, liebe Freunde Beide! – Ich gehe am 24ten nach London – bitten Sie ein bischen für
Ihre
alte Sie
liebende
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb. Wieck, Clara (3153)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Herzogenberg, Heinrich u. Elisabeth von (2429)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.15, S. 523f.
 



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