15.07.2019

Briefe



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ID: 11823 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 30.05.1884
 

Frankf. a/M d. 30 Mai 84.
Ihrer Königl Hoheit
sende ich hierdurch das mir überschickte Buch zurück. Bei der Erwähnung eines „Motto“ fiel mir die herrliche Fantasie op. 17 von meinem Manne ein, und ich setzte den Anfang derselben mit dem Motto, das ich so schön finde, in das Album.
Theuerste Frau Landgräfin, lassen Sie mich Ihnen sagen, daß, wenn mein Spielen Ihnen und den erlauchten Gästen einen kleinen Genuß gewährt hat, mir dies die größte Freude ist.
Es that mir recht leid, daß ich auf Ihre Anfrage wegen Rumpenheim nicht Sie und die Frau Großfürstin mit der reizenden Lieder-Sängerin aufgefordert habe, zu mir zu kommen, wo ich Ihnen allein ein größeres Werk meines Mannes hätte vorspielen können. Es fiel mir erst auf dem Heimweg ein.
Die wundervolle Nadel, die Sie mir gütigst ansteckten, werde ich mit besonderer Freude tragen, und danke ich Ihnen nochmals aufs wärmste dafür.
In der Hoffnung Sie vor Ihrer Abreise noch zu sehen bin ich
Ihrer
Königl Hoheit
von Herzen ergeb
Clara Schumann


[Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Kulturstiftung des Hauses Hessen]

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Anna, Landgräfin von Hessen (39)
  Empfangsort:
  SBE: II.12, S. 141f.
 



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