19.12.2019

Briefe



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ID: 11916 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 18.03.1885
 

Frankf. a/M d. 18 März 85.

Geehrter Herr Limburger

in dem lieben alten Saale zu spielen kann mir nur eine Freude sein – in diesem Falle allerdings eine doppelt wehmüthige! ich begann darin meine öffentliche Laufbahn, wer weiß, ob es nicht mein letztes Auftreten in Leipzig ist! – Ich glaube, es ist besser die Idee an ein Extra-Concert fallen zu lassen. Ich möchte mir doch, nach der langen Pause, nicht zu große Anstrengung gleich zum Wieder-Beginn zumuthen, so gern ich es auch sonst thäte! –
Mit freundlichem Gruße bin ich hochachtungsvoll
Ihre
ergb
Clara Schumann.

P. S. Würden Sie wohl die Freundlichkeit haben mir für meine Tochter, eine Schülerin die von hier mitkommt und meinen Bruder drei Billets zu reserviren? Dann bitte ich, daß der Hausverwalter, an den ich das Instrument adressiren lasse, sobald dasselbe angekommen, zu Herrn Carl Lerpee schicke, der es auspacken lassen wird, u. sonst auch Alles für Steinwegs besorgt. Ich lege die genaue Adresse noch bei.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort:
  Empfänger: Limburger [Herr] (2601)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
172f.
 



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