15.07.2019

Briefe



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ID: 11939 Brieftext


Geschrieben am: 29.05.1885
 

Frankf. d. 29 Mai 85

Lieber Herzogenberg

Da ist der Brief von H. nun bitte, rathen Sie mir wie ich meine Antwort abfasse? welche Puncte ich erwähnen muß, welches Honorar f. d. erste Auflage verlangen soll? auf spätere Theilung, d. h. bei späterer Auflage etwa, will ich nicht eingehen, sondern mir das Vereinbarungs-Recht dafür noch vorbehalten. Wie stark ist eine Auflage? muß ich mir nicht auch das Uebersetzungsrecht für England u. Frankreich vorbehalten? müßte nicht die Uebersetzung in England gleichzeitig mit der deutschen Herausgabe erscheinen? bitte sagen Sie mir Alles, was Sie wissen, oder, an Wen ich deshalb schreiben muß? es wird doch hohe Zeit die Sache zu ordnen, da Härtels 4 Monate zum Druck brauchen und das Buch im Septbr fertig sein soll. <S> Hatten Sie nicht mit Wach über das Geschäfftliche gesprochen, oder mehr mit Engelmann? meinen Sie daß ich den Contract mit Hülfe eines Juristen abfassen müßte? Sie sehen ich bin hülflos wie ein Kind! – Das bin ich mit meiner linken verstauchten Hand übrigens wirklich, und schreibe mit Mühe, auch ist die Hitze collossal. Sie mögen Ihr schönes, schattiges Asyl recht genießen – ich denke viel zu Ihnen hin.
Tausend Grüße und Bitte um baldige Antwort, auch Rücksendung des Härtelschen<> Briefes.
Wie immer von
Herzen Ihnen
Beiden ergeb
Clara Schumann.

Brahms ist in Mürzzuschlag.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absender-Institution:
  Absender Ort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Herzogenberg, Heinrich u. Elisabeth von (2429)
  Empfänger-Institution:
  Empfänger Ort:
  SBE: II.15, S. 584f.
 



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