19.12.2019

Briefe



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ID: 12104 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 13.01.1887
 

Frankfurt d. 13 Jan. 87.

Geehrter Herr Limburger,

kaum war mein Brief heute Morgen an Sie fort, da kam der Ihrige an mich. Sie können denken, daß ich erst erschrak, aber, bei ruhiger Ueberlegung sagte ich mir, daß es Ihnen gewiß nicht schwer werden wird Jemand für mich zu finden, der mit Freuden auch Ihren Wunsch bezüglich einer Solo-Nummer erfüllen wird, was ich nicht könnte, da ich nach der Anstrengung eines ganzen Concertes keine brillanten Soli’s mehr spielen könnte, ohne mich zu übermüden. Daß Sie solche aber besonders für die Majestäten wünschen, begreife ich vollkommen. Ich hoffe, Sie arrangiren es, daß ich, wie ich Ihnen heute Morgen schon schrieb, im Februar oder März spiele. Nachdem dieser Monat uns so viel Kälte bringt, ist für die nächsten Monate wohl keine mehr zu befürchten.
Mit freundlichem Gruße hochachtungsvoll
Ihre ergb
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Limburger [Herr] (2601)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
184f.
 



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