15.07.2019

Briefe



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ID: 12339 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 13.11.1888
 

Frankf. d. 13. Nov.

Liebste Emma!
Ich wollte Dir immer selbst für Deine lieben Wünsche danken u. nun habe ich seit gestern wieder einmal eine so heftige Neuralgie im Arm, daß ich kaum die Feder halten kann. Wie tausendmal dachte ich in den Tagen des Festes, wärest Du doch da!
Leider sind das ja immer unausführbare Wünsche, u. der Himmel weiß, ob wir uns noch je wiedersehen! – Wie würde Dich das herzliche Entgegenkommen der Leute hier gefreut haben. – Ich habe seit dem Fest eigentlich erst ein heimathliches Gefühl hier, ich wußte wohl, daß man mir wohl wollte, aber in dem Maße hatte ich es nicht erwartet! Du hast von Caroline wohl Näheres, über das Museumsconzert wenigstens gehört, leider konnte sie meiner Einladung zur Schulfeier nicht folgen.
Ich muß Dir Lebewohl sagen, meine liebe Emma, u. thue es in der alten, unvergänglichen Liebe.
Deine alte
Clara.

[Umschlag]
Frau Emma Preusser.
Dresden.
28, Lüttichaustraße part

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Preußer, Emma (1204)
  Empfangsort: Dresden
  SBE: II.15, S. 333f.
 



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