19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 12354 Brieftext


Geschrieben am: Montag 24.12.1888
 

Frankfurt d. 24 Dec. 88.

Meine liebe Emma,

Dank, Du Gute, für Deine abermalige Liebesgabe, die herrliche Stolle! ich habe sie mir schon seit 2 Tagen zum Frühstück geben lassen, und ein heimisches Wohlbehagen bei dem Genusse empfunden.
Meinem Dank füge ich nun auch meine innigsten Wünsche für Dich und die Deinen zum neuen Jahre bei, möge Dir der Himmel vor allem Gesundheit verleihen, und (egoistisch ist nun die Freundschaft einmal) mir ein Wiedersehen mit Dir, Du Liebe! Vielleicht komme ich doch nach Leipzig, u. am Ende fassest Du dann auch Muth zu einem Abstecher dahin!
Erzählen von uns mag ich Dir nicht, zwar ist uns Eugenie wieder viel wohler, aber die Sorgen für Ferdinand sind schwer, und drücken uns, mich namentlich, sehr darnieder – die Jugend ist eben doch elastischer u. das ist ein Glück! es wäre mir entsetzlich sähe ich unter dieser Prüfung meine Kinder leiden, wie ich es thue.
Heute gedenke, ich Deiner auch in alter Treue und überhaupt immer. Leb wohl! behalte lieb
Deine
Clara.

Marie u Eug. senden Dir wärmste Weihnachts u Neujahrswünsche.

[Umschlag]
Frau
Emma Preusser.
Dresden.
28 Lüttichaustrasse
Part.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Preußer, Emma (1204)
  Empfangsort: Dresden
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
335f.
 

Fehlerbeschreibung*





Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.