19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 12401 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 28.03.1888
 

London d. 28 März 1888.

Liebstes Lisl,

ich höre zu meinem Schrecken von Lili Wach’s Schwester, daß Ihr lieber Mann seine Operation überstanden. Gott sei Dank, konnte sie mir sagen, daß Alles gut gegangen sey, aber, ich wüßte doch gern etwas mehr von Ihnen, Sie liebe, schwer Geprüfte! – Wir reisen am 31ten, wolls Gott, ab. Alles ist sehr glücklich gegangen, und nun sehne ich mich gewaltig nach Haus! –
Wir sitzen heute schon inmitten unserer Koffer und vielem sonstigen, daher dies kein Brief, nur ein Gruß und ein Zeichen unserer innigsten Theilname sein soll. Ach, daß man in solchen Zeiten so weit entfernt von einander sein muß, wie schwer macht Einem das das Herz! was mögen Sie Gute, Theuerste, gelitten haben! die Zeit vor, u. während der Operation! aber, warum nur mußte Diese sein? das ist mir unbegreiflich. Wir gehen über Brüssel und Düsseldorf nach Haus. Bitte, senden Sie mir nur eine Karte nach Düsseldorf, wo ich den 3–4ten April bleibe. Adresse: Herrn Professor E. Bendemann.
Mit dem ganzen Herzen bin ich bei Ihnen Beiden und umarme Sie in treuer Liebe
Ihre
Clara Schumann.

Vom 31ten bis <1>2 April ist meine Adresse: Bruxelles 17 Rue de la Charité Mr Kufferath.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: London
  Empfänger: Herzogenberg, Elisabeth von (691)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
676f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.